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Kaffee- und Espressomühlen

So könnt ihr euch noch lange über die Aromen freuen, die der Kaffee für euch bereithält.

Vom:
10/11/2021
Zubehör
Lesezeit:
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 Min.
Kaffemühle mit gemahlenen Kaffee

Mahlzeit, liebe Kaffeefreunde. Habt ihr euch schon mal Gedanken über bereits gemahlenen Kaffee und ganze Kaffeebohnen gemacht? Oder denkt ihr euch gerade “Nö, warum auch?!” In diesem Blogbeitrag verraten wir euch den Grund.

Wir möchten, dass ihr immer das Beste aus eurem Kaffee herausholt. Und das mit bereits gemahlenem Kaffee zu erreichen, ist schwierig – nicht unmöglich, nur seeeehr schwierig. Euer Kaffee verliert stets Aroma und im gemahlenen Zustand sogar noch schneller. Und wir reden nicht von Tagen. Schon nach wenigen Minuten sind über die Hälfte der Aromen verflogen.

Deshalb: Kauft lieber ganze Bohnen. So könnt ihr euch noch lange über die Aromen freuen, die der Kaffee für euch bereithält. Unseren Service, die Bohnen zu mahlen, bieten wir weiterhin für euch an. Um jedoch einen kleinen Anreiz zu schaffen, führen wir eine kleine Mahlgebühr von 0,25 € pro 250g Kaffee ein. Das soll nicht nur euch animieren, frisch zu mahlen, sondern hilft auch unserer Mühle im Laden. Denn die Gebühr wird in die Wartung unserer Mahlkönig EK43 gesteckt. Hier sind einmal jährlich neue Mahlscheiben für knapp 500€ fällig.

Wer jedoch ganze Bohnen kauft, braucht auch die richtige Mühle daheim. Und damit kommen wir zur wichtigen Frage: Welche Mühle ist die richtige?

Wo fangen wir an?

Eureka, Comandante, Hario? Keramik oder Edelstahl? Per Hand oder elektrisch angetrieben? Scheibenmahlwerk? Oder reicht sogar ein Mixer?Kaffeemühlen haben durch die wachsende Kaffeeszene wieder vermehrt Einzug in Privathaushalte gefunden. Denn bei den meisten (naja eigentlich allen) Kaffeenerds geht nichts über frisch gemahlenen Kaffee. Auch der Prozess, das Mahlen an sich, ist Teil des Rituals und wird gefeiert.

Egal, für welche Mühle man sich entscheidet, Ziel sollte es sein, ein konstantes, homogenes, nicht erwärmtes Mahlgut hinzubekommen. Konstant bedeutet, dass bei jedem Mal annähernd dasselbe Ergebnis erreicht wird und somit immer dieselbe Qualität garantiert wird. Homogen ist der Kaffee bzw. das Kaffeemehl, wenn es schön gleichmäßige Partikel hat, ohne zu viel Feinstaub und ohne zu viele zu grobe Teilchen. Die Homogenität trägt wesentlich zum konstanten Ergebnis bei. Dass der Kaffee nicht erwärmt wird, kommt eigentlich nur bei elektrischen Mühlen zum Tragen, da niemand mit der Hand so schnell mahlen kann, dass sich das Mahlgut erwärmt. Die sich bildende Wärme darf nicht zu hoch sein, denn das hat negative Auswirkungen auf das Aroma der Kaffeebohnen.

Nun gut, betreten wir gemeinsam die Welt der Mühlen. Angefangen bei den unterschiedlichen Mahlwerkarten.

Schlagmahlwerk: Da könnt ihr auch gleich den Mixer nehmen. Diese Mühlen sind meist recht billig konstruiert und verfehlen ihren Zweck. Das Ergebnis ist jedes Mal anders und nie homogen. Grund: Die Bohnen werden hier nicht wirklich gemahlen, sondern vielmehr zerschlagen. Euer Kaffee wird letztendlich jedes Mal anders schmecken.

Scheibenmahlwerk: Die Art ist wirklich weit verbreitet und kommt bei elektrischen Mühlen zum Einsatz. Hier wird der Kaffee über die Fliehkraft nach außen durch zwei scharf gezahnte Scheiben befördert, wovon eine rotiert.

Kegelmahlwerk: Hierbei gibt es eine äußere, gezahnte Wand und einen inneren gezahnten Kegel. Auch hier rotiert wieder eine Partei, wodurch die Kaffeebohnen zerkleinert werden. Diese Art von Mahlwerk lässt sich vor allem bei Handmühlen finden.

Meistens sind die Mahlwerke aus Stahl oder Keramik – beides langlebige Materialien. Die Präferenzen sind hier ganz unterschiedlich. Keramik erhitzt sich nicht so schnell, was bei elektrischen Mühlen wichtig ist. Zudem ist es sehr geschmacksneutral, aber auch anfälliger für Schäden. Edelstahl ist robuster, langlebiger und auch günstiger. Einen Unterschied zwischen mit Edelstahl gemahlenem und mit Keramik gemahlenen Kaffee kann man nicht wirklich schmecken. Auch wenn jetzt einige Hardcore-Kaffeenerds widersprechen würden. Sorry, aber es müssen weitere fundamentale Fragen geklärt werden.

Elektrisch versus Hand

“Bequem versus günstiger” könnte es fast heißen. Bei elektrischen Mühlen hält man einen Behälter drunter und ZACK, fertig. Während man bei einigen Handmühlen schon sein daily Workout geschafft hat. Welche soll es nun sein?

Handmühlen haben ihren eigenen Charakter. Ihr seid näher an der Bohne ;-). Sie brauchen keinen Strom und ihr könnt sie überall mit hinnehmen. Aber ihr benötigt auch einen höheren Aufwand, um die Bohnen zu mahlen. Der Fokus einer Handmühle liegt auf dem Mahlwerk. Günstiger sind sie meistens, da ihr euch das Geld für den Motor zum Antreiben spart. Wie schnell ihr dennoch seid, hängt unter anderem von euch ab. Für eine größere Menge könnt ihr schon mal so eine, eher zwei Minuten einplanen. Wenn die Handmühle ein gutes Kugellager sowie eine gute Kurbel besitzt und nicht herumeiert beim Mahlen, könnt ihr auch schneller fertig sein. Grundsätzlich gilt: Je feiner ihr mahlen müsst, desto länger braucht ihr.

Elektrische Mühlen benötigen wesentlich weniger Zeit und ihr habt keinen Kraftaufwand. Sie nehmen aber mehr Platz ein und sind tendenziell teurer. Auch die Reinigung ist hier aufwendiger, da sie auseinandergenommen werden muss. Bei einer Handmühle geht das wesentlich einfacher. Eine Sache noch: Achtet beim Kauf einer elektrischen Mühle darauf, dass die Dreh-/Wattzahl nicht so hoch ist. Mehr ist hier nicht unbedingt besser. Denn dann erwärmt sich der Motor und auch das Gesamtgehäuse durch die hohe Drehzahl und dann eben auch der Kaffee. Und das tut ihm nicht gut.

Filter versus Espresso

Anders als für die meisten Filterkaffeemethoden wird für Espresso ein sehr feiner Mahlgrad benötigt. Und da jede Mühle ihre Stärken woanders hat, werden auch abhängig vom Mahlgrad unterschiedliche Mühlen benötigt. Mühlen, die also ein sehr homogenes Ergebnis bei groben Mahlgraden erzielen, eignen sich für Filtermethoden. Mühlen, die vor allem bei feinen Mahlgraden sehr gleichmäßig sind, sollten für Espresso verwendet werden. Zudem haben Kaffeemühlen für Filter nicht so feine Abstufungen, was beim Mahlen von Espressobohnen bzw. beim Mahlen für einen Espresso sehr wichtig sein kann.

Eine wahrhaftige Allround-Mühle, mit der jede Kaffeebohne für alle Filtermethoden und für den Siebträger immer perfekt gemahlen werden kann, gibt es nicht wirklich. Es existieren einige, die diesen Anspruch erfüllen möchten, aber insgeheim müssen immer Abstriche gemacht werden.

Wer einen Siebträger besitzt, aber noch keine Mühle, sollte unbedingt über die Anschaffung einer elektrischen Espressomühle nachdenken. Der Mahlgrad eines Espressos muss immer individuell auf die Bohne abgestimmt werden. Bei dieser Zubereitungsart ist eine eigene Mühle daher alternativlos. Elektrisch sollte sie sein, damit ihr euch nicht tot mahlt. Es kann sehr zeit- und kraftaufwendig sein, für den Siebträger zu mahlen. Die Empfehlung geht hier sogar soweit, dass ihr lieber mehr Geld in die Mühle investieren solltet statt in die Siebträgermaschine. Denn die Maschine kann noch so gut sein: Wenn das Ausgangsmaterial nicht stimmt, kann sie nicht mehr herausholen. Shit in, Shit out, wie es schön heißt.

Wenn ihr bis hierhin gelesen habt und langsam über den Kauf einer Espressomühle nachdenkt, kommen hier noch einige Tipps: Falls ihr euch schon eine Mühle auserkoren habt, informiert euch vorher, ob die Mühle einen geringen Totraum hat. Je größer der Totraum, desto mehr Kaffee geht auf dem Weg in den Siebträger verloren und auch das Reinigen wird dann nerviger. Außerdem sollten sich in der Maschine nicht zu viele Klümpchen bilden. Ob die Espressomühle eine Wiegefunktion und/oder einen Timer hat, ist erstmal Nebensache. Solang ihr eine Waage daheim habt und wisst, wie viel jetzt gemahlen wurde, ist alles gut.

Wenn ihr hauptsächlich Filterkaffee zubereitet, lässt sich eine Mühle deutlich leichter und günstiger finden, da das Mahlwerk nicht so präzise arbeiten muss. Hauptsache das Ergebnis ist homogen. Eine Handmühle reicht hierzu auch vollkommen aus.

Ihr seht, das Thema Mühlen ist erstaunlich umfangreich. Aber das ist eigentlich jedes Thema, wenn es um Kaffee geht. Als erster Einblick reichen die obigen Infos erstmal. Vielleicht folgt später noch ein weiterer Artikel mit einem bestimmten Fokus :-). Zum Schluss haben wir noch einige Empfehlungen für euch. Ohne Werbung machen zu wollen.

Konkrete Empfehlungen.

Ein gutes Einstiegsmodell im manuellen Bereich für Filterkaffee sind die Hario Skerton Plus, Ceramic Coffee Mill Mini-Slim Plus oder die Porlex bzw. die Porlex Mini. Mit ihnen seid ihr gut bedient. Eine elektrische Alternative wäre die Baratza Encore.

Die Comandante ist schon fast ein kleiner Allrounder (für Filter und Espresso), aber eben eine Handmühle. Sie erzielt immer sehr gute und vor allem homogene Ergebnisse, gehört jedoch schon zur gehobeneren Preisklasse.

Im Siebträgerbereich empfehlen sich die Klassiker. Für den Einsteigerbereich die Graef CM 800 und für Fortgeschrittene die Baratza Forté, die Eureka Mignon oder eine Mahlkönig. Wobei es sich wie gesagt echt lohnt, mehr Geld in die Hand zu nehmen. Sonst seid ihr nachher recht schnell enttäuscht, dass ihr euch eine teure Siebträgermaschine gegönnt habt, aber der Espresso nicht wirklich schmeckt.

So, was nun? Fazit!

Klarer Vorteil bei bereits gemahlenem Kaffee ist natürlich die schnelle Weiterverarbeitung. Es muss nicht erst mühsam mit der Hand gemahlen werden, sondern er kann gleich genutzt werden. Allerdings ist das auch der einzige Vorteil. Wenn euch die Zeit jedoch bspw. früh am Morgen fehlt, dann könnt ihr auch abends vormahlen und den Kaffee in einer Tupperdose geschlossen aufbewahren und nicht weiter bewegen.

Mahlt einfach frisch. Punkt. Aus. Ende. Macht es zu eurem Ritual, zu einem Erlebnis: dieser Duft von frisch gemahlenem Kaffee. Herrlich, oder?!